Taizé-Gebet

Taizé-Gebet am Abend:
Tägliches Taizé-Gebet in der Taizé-Kapelle der St. Martinskirche im Ort:
von Montag bis Samstag täglich um 8.30 Uhr und 20.00 Uhr

Alle sind herzlich eingeladen!


"Nichts kann mehr zwischen uns und Gott stehen..."

Als unsere kleine Gemeinschaft in Máriakéménd ankam, wollten wir ab Beginn unsere Aufmerksamkeit darauf richten, was der Kern unseres Hierseins ist. Das uns von Gott geschenkte Leben birgt derart viel Glückseligkeit in sich, dass wir unserer Dankbarkeit Ausdruck verleihen wollen. Die Art des Gebets, die wir auch persönlich in Taizé erfahren haben, unterstützt unsere Beziehung zu Gott.
Der Schweizer Roger Schütz entwickelte bereits in jungen Jahren gemäß des Beispiels seiner Großmutter eine Gesinnung der Menschenliebe und der Zusammengehörigkeit. Seine Großmutter war Protestantin, trotzdem besuchte sie - die konfessionellen Vorurteile beiseite schiebend - auch die katholische Kirche des Dorfes regelmäßig. Ihr Haus stand für alle Notleidenden offen. All dies hatte einen großen Einfluss auf ihren Enkel und hat sein religiöses Leben entscheidend beeinflusst.
Deswegen war Rogers Haus in Taizé (Frankreich) während des zweiten Weltkriegs und danach offen für die Verfolgten, seien sie Juden oder deutsche Kriegsgefangenen. Seit den 1960er Jahren besuchen Tausende von Jugendlichen Taizé, wo sie, gleich welcher Nation oder Religion sie sind - ohne Unterschied aufgenommen werden, in ihrem Bemühen, gemeinsam ihr religiöses Leben zu vertiefen und Antworten auf ihre Fragen hinsichtlich der Wurzeln ihres Glaubens zu suchen, unterstützt werden.
In der Seele des ersten Priors von Taizé lebte die Frage, die aus seinen Schriften immer wieder hervortritt: "Wie kann man die Hoffnung bei den Christen lebendig erhalten und bei den Nicht-Glaubenden die menschlichen Hoffnungen erwecken?"
Drei Mal je Tag hält die Gemeinschaft von Taizé ihre Gebete ab, zusammen mit ihren charakteristischen sich wiederholenden Liedern, wodurch die Teilnehmer sich in einen mit dem Heiligen Geist verbrachten Tagesrhythmus begeben, der gleichsam von selbst zu einer Begegnung mit Gott und zu einer Lebensausrichtung auf Gott hin führt.
"Es gibt niichts anderes, was die Gemeinschaft mit Gott mehr fördern würde, als das meditative Gebet und dessen schönsten Teil, das nie endende Singen, das sich in der Stille unseres Herzens auch dann noch fortsetzt, wenn wir erneut alleine sind". Frére Roger
Eine der wichtigen Ausdrucksformen des Gebetes ist das Singen. Die wenigen Worte, der kurze Satz, die in dem sich oft wiederholenden Gesang enthalten sind, betonen den meditativen Charakter der Gebetsstunde. Die Texte der Lieder erfassen das Wesen unseres Glaubens so, dass unser Bewusstsein ergriffen werden kann, damit es in unsere Herzen immer tiefer einsickernd unsere ganze Seele durchdringen kann.
Die Betenden kreisen nicht um sich, sondern verbinden sich mit anderen Menschen, z.B. aus anderen Ländern kommend und verschiedenen Alters (darum klingen die Lieder und Lesungen in verschiedenen Sprachen auf), so wandelt sich jeder Raum zu einem gastfreundlichen Ort. Im Gebet sitzen sie Christus gegenüber, darum schauen alle in eine Richtung. Das Kreuz und die Ikonen erinnern an die unsichtbare Gegenwart Christi. Die Ikonen sollen Fenstern sein, die sich auf das Reich Gottes öffnen. So erinnern wir uns daran, dass das Reich Gottes bereits hier begonnen hat, dass Gott Mensch wurde...
Gebet: Jesus Christ, inneres Licht, lass mich Deine Liebe aufnehmen, damit ich die Glückseligkeit finde!
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