Übergangswohnheim für Familien

Seit Januar 2007 ist das Übergangswohnheim für Familien mit 15 Plätzen, seit Januar 2010 mit insgesamt 30 Plätzen in Betrieb. Es bietet für die im Komitat lebenden oder vorübergehend angemeldeten notleidenden Familien, werdenden Müttern oder Rumpffamilien eine Versorgung, die das Wohnen im Heim, die Betreuung und weitere Unterstützung umfasst. Es ist das Hauptziel der Einrichtung, diese Familien mit ausreichenden Mitteln/Fähigkeiten für ein zukünftiges eigenständiges Leben auszustatten. Wir versuchen, die Gefährdung der Kinder innerhalb dieser Familien zu beenden und den Eltern die gesunde Erziehung und effiziente Lebensführung beizubringen. Die Familien dürfen laut Gesetz nur ein Jahr (max. 1,5 Jahre) in unserer Einrichtung verbleiben. Während dieser Zeit müssen wir die zielführende Vorgehensweise festlegen und und die Mittel/Fähigkeiten (z.B. Arbeit vermitteln, Wohnung finden, Hygiene einüben, Erziehungsmethoden ändern) bereitstellen. Nur so ist es vermeidbar, dass die Familien nach ihrer Entlassung wieder in die alten Abhängigkeiten und Lebensweisen zurückfallen und in kürzester Zeit wieder in ihrer Not ganz auf staatliche Unterstützung angewiesen sind. Bei einigen Familien stellen wir fest, dass es an den Mindestvoraussetzungen (Fähigkeiten und/oder Willen) fehlt, um die Kinder nicht mehr zu gefährden. Wenn wir hierbei also keine Änderung bewirken können, müssen wir - mit der Einwilligung der Eltern - die anderweitige Verbringung der Kinder veranlassen.
Wir beschäftigen fünf Mitarbeiter in unserer Einrichtung. Die Leiterin - gleichzeitig auch Pflegerin - betreut mit 4 weiteren Familienpflegerinnen bzw. Pflegerinnen die Familien. Die vom Gesetz vorgeschriebene psychologische und rechtliche Beratung führen wir ehrenamtlich durch.
Bei unserer Arbeit mit den Betreuten stoßen wir häufig an unsere eigenen Grenzen, trotzdem versuchen wir uns vor Augen zu halten, dass viele von ihnen zum ersten Mal in eine vertrauensvolle, liebevolle und fachlich begründete Beziehung, Atmosphäre getreten sind. Unsere Ziele, also das Ergebnis unserer Arbeit, erreichen wir nur in vielen kleinen Schritten, die - bescheidenen - Erfolgserlebnisse zeigen uns aber auf, dass unsere Arbeit eine sinnvolle ist.
Von der Fachaufsicht erhalten wir positive Rückmeldungen, auch deswegen konnten wir unsere Arbeit auf insgesamt 30 zu betreuende Personen ausweiten.
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